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13.9.2010 von PetraMueller.
In Ba-Wü beginnt heute die Schule wieder. Am Freitag habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag an der Schule unterschrieben. Wie schon in den letzten fünf Jahren läuft auch dieser Vertrag bis zum letzten Schultag des Schuljahrs -obwohl ich heute im regulären Schulbetrieb mit Chinesisch als 2. Fremdsprache arbeite. Dieses Schicksal teile ich mit vielen anderen Gymnasiallehrern (z.B. diejenigen, die von der Realschule ans Gymnasium abgeordnet sind).
Ich war auf der Tagung des Fachverbandes Chinesisch vom 1.-3.September 2010 in Zürich. Ich habe zwei Kolleginnen getroffen, die mir berichtet haben, dass sie ehrenamtlich als Chinesisch-AG-Lehrerin in der Schule arbeiten (bzw. gearbeitet haben). Die Situation ist vielerorts prekär.Trotzdem arbeiten die allermeisten Chinesischlehrer mit sehr viel Engagement und Herzblut!
Da ich gerne in Frankreich bei der Lehrer-Fortbildung teilnehmen möchte, habe ich während der Konferenz mit Prof. Bellassen gesprochen, er ist ja ein Wegbereiter des Chinesischunterrichts in Frankreich. Er erzählte mir, dass man in Straßburg dringend eine Stelle für eine/n Chinesischlehrer/in vergeben möchte. Inzwischen habe ich von den Bedingungen für diese Stelle gehört: himmelschreiend schlecht, die Bezahlung ist noch schlechter als bei uns, die Arbeitsbedingungen sind hart. Also auch dort, im Chinesischunterricht-Musterland Frankreich…
Trotz dieser Widrigkeiten: Ich freue mich auf das neue Schuljahr.
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4.7.2010 von PetraMueller.
Am 26.6. hat in Marbach die Zweite Fortbildungsveranstaltung von Chinesischlehrer/innen in Ba-Wü in Marbach stattgefunden. Nach dem Vortrag von Annick Guilhem-Hou zum Thema Kulturkunde mit vielen guten Anregungen, wie man den Unterricht gestalten kann, dachte ich: “Wer soll das alles vorbereiten? Wie kann man das alles umsetzen? Da hilft nur: Materialien austauschen!” Deshalb habe ich spontan 1) Annick aufgefordert, noch einmal so ein schönes Buch zu schreiben wie ihr altes (siehe Schmetterling-Verlag: youxi. Spiele und Aktivitäten für den Chinesischunterricht http://www.schmetterling-verlag.de/page-4_topic-264.htm) und 2) meinen Blog erwähnt, in dem es mir auch darum geht, Materialien vorzustellen, die ich im Unterricht einsetze (damit sie nicht auf meiner Festplatte “vermodern”!). Ich weiß, dass jede/r Lehrer/in seinen/ihren eigenen Stil hat und es nicht einfach ist, etwas von einem Kollegen zu übertragen und an den eigenen Unterricht anzupassen. Oft sind es die kleinen Anregungen, die einen Impuls auslösen, ohne dass man gleich das Ganze übernimmt.
Ich freue mich daher sehr, wenn Kolleg/innen vorbeischauen und kommentieren. Auch Beiträge anderer Kolleg/innen sind natürlich sehr willkommen!
Bei meinen Materialien gibt es leider einen Nachteil: Ich muss alles in pdf umsetzen, da ich seit vielen Jahren einen zwar meiner Ansicht nach sehr gut lesbaren Pinyin-Font verwende, dieser sich aber nicht darstellen lässt, wenn man diesen Font nicht installiert hat. Ich stelle ihn gerne zur Verfügung, wenn Sie Interesse daran haben (Sie können dann gerne auch meine Dateien als doc bzw. ppt bekommen, um sie zu ändern).
Ich habe sehr viel profitiert von den Vorträgen und Beiträgen meiner Kolleg/innen auf der Tagung und schon einige Tipps im Unterricht eingesetzt.
Z.B. die schöne Erklärung von Frau Wei Holschuh zum Schriftzeichen de (Tugend): nicht nur ein Menschen, sondern zwei Menschen sind vonnöten, erst dann zeigt sich die Tugend; für die Tugend braucht man Augen und Herz gleichmaßen, sie bilden eine Einheit; und das alles - und da sprang einer meiner Sechstklässler ein, als ich das erklärte, und vervollständigte das Bild: Alles steht unter dem Zeichen des Christentums, dem Kreuz.
Von Marion Rath habe ich gleich den Vorschlag übernommen, die Zeichen einer Lektion nach Anzahl der Striche zu ordnen. Das hat den Schüler/innen Spaß gemacht!
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21.2.2010 von PetraMueller.
In der vorletzten Woche wurde im Marbach die Tagung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) für die Fremdsprachenassistentinnen (FSA) (und ihre Betreuer) aus dem süddeutschen Raum durchgeführt. Einen Punkt fand ich sehr beachtenswert: Die FSA haben sich darüber beklagt, dass sie von Seiten der Schüler und Schülerinnen mit sehr vielen Vorurteilen über China konfrontiert würden. Ich empfinde die teilweise sehr negative Einschätzung Chinas in Deutschland tatsächlich als ein großes Problem, mit dem wir in der Schule zu tun haben, auch von Seiten der Elternschaft und der LehrerkollegInnen. Ich denke, wir sollten uns als LehrerInnen überlegen, was wir dazu beitragen können, dass ein möglichst neutrales Bild von China aufgezeigt werden kann. Aufklärung tut sicher not, wobei wir als ChinesischlehrerInnen in keinem Fall ein rosarotes Bild von China zeichnen sollten. Ich halte es auch für wichtig, mit den FSA an der Schule im Gespräch über dieses Thema zu bleiben - denn wir sind auf beiden Seiten von unseren Medien und der jeweiligen “öffentlichen” Meinung beeinflusst. Wenn wir dies anerkennen, haben wir schon einen großen Schritt getan!
Es gibt immer wieder Ansätze, in eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema zu treten, z.B. beim Deutsch-Chinesischen Kuturnetz http://www.de-cn.net/deindex.htm:
http://www.de-cn.net/dis/med/de5537468.htm und http://www.de-cn.net/dis/med/de5653512.htm
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