Niedergeschlagen

bin ich seit Anfang des Schuljahres. Grund: In den drei Schulen, an denen ich arbeite, haben sich in diesem Jahr sehr viel weniger Schüler/innen für den Chinesischunterricht gemeldet. G8 in Baden-Württemberg, ist das der Grund? Ein Mädchen aus der 8. Klasse, das in einer AG Chinesisch lernt, findet im Stundenplan nur eine statt zwei Unterrichtsstunden für die AG: mittwochs ist noch Konfirmandenunterricht und freitags hat sie 11 Stunden Schule, da passt nicht noch eine Stunde Chinesisch rein. Für die Anfänger-Chinesisch-AG an einer meiner Schulen, die von einer Stiftung finanziert wird, müssen 20 Schüler teilnehmen, sonst wird der Kurs nicht finanziert. Trotz der Werbekampagne (auch an anderen Schulen) haben sich nur 5 Schüler/innen gemeldet. Einer Kollegin, die nachgefragt hat in der 9. Klasse, wurde gesagt, die Eltern würden jetzt empfehlen, sich auf die Schule zu konzentrieren und nichts nebenher zu machen. Wie anders klang das noch vor 5 Jahren, da gab es in Sachen Fremdsprachen eine richtige Aufbruchstimmung!

Oder liegt es doch an mir, an meiner Leistung als Lehrerin? Fehlt es mir an Schwung, an den richtigen didaktischen Mitteln, Schülern zu fördern und zu fesseln? Denn es springen ja auch viele ab, die zuerst mit Begeisterung begonnen haben. Und die, die nicht abspringen können,  z.B. in der 2. Fremdsprache? Werde ich - als Quereinsteigerin - meinen Schülern gerecht?

Nicht nur Selbstzweifel, auch die Frage, wie geht es weiter? In meiner Patchwork-Berufslaufbahn habe ich viele Wege verfolgt, eine Zeitlang konnte ich auf gut gepflasterten Straßen laufen, von denen viele jedoch mit der Zeit zu schmalen Wegen wurden und schließlich der eine oder andere zu einem Holzweg.  Sollten viele AGs einschlafen, dann braucht man auch weniger Chinesischlehrerinnen! Diesen Blog brauchte man dann eigentlich auch nicht mehr!

Noch ist es nicht so weit! Also weiterarbeiten!

1 Antwort auf “Niedergeschlagen”

  1. heike lamprecht sagt:

    kopf hoch!
    hier ist es ähnlich - wenn sie lust haben, rufen sie doch mal an.
    grüße vom see hl

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