Ost trifft West

November 2nd, 2011

Zuerst war ich dem Büchlein “Ost trifft West” von Yang Liu gegenüber misstrauisch. Trotz des großen Erfolgs der tatsächlich sehr ansprechenden Darstellungen hatte ich Angst, dass das Buch komplexe Fragen zu einfach darstellt. Andererseits bietet die Auseinandersetzung mit den Gegenüberstellungen viel Raum für Diskussion. Manche Dinge darin beziehen sich ja auch auf Alltagsfragen, die für die Schüler z.B. für die Vorbereitung des Schüleraustausches von Belang sind. Ich habe festgestellt, dass man die Gegenüberstellung auch als Sprechanlass für die Oberstufe nutzen kann. Angesichts der großen Niveauunterschiede meiner Schüler in der Oberstufe von HSK 2+ bis HSK 5+ kann jeder die Bilder auf seinem Sprachniveau beschreiben und kommentieren. Es reichen kleine Aufsätze mit circa 60-80 Zeichen, um die Situationen zu beschreiben. Zum Thema Pünktlichkeit habe ich im Internet außerdem einen Hörtext zum Thema: Sind Chinesen pünktlich? gefunden. Der Sprecher spricht nicht astreines Hochchinesisch, aber das macht in der Oberstufe auch den Reiz aus, unterschiedliche Sprecher zu hören. Netterweise liegt der Hörtext auch als schriftlicher Text vor. Ich habe wegen der Binnendifferenzierung auch eine Kurzfassung des Textes ausgearbeitet. Über chinaboard.de habe ich eine Wortliste erstellt.  Die Texte  mit dem Hinweis auf den Internet-Link:
ost-trifft-west-punktlichkeit.doc

Das Zeichen mit den meisten Strichen

November 1st, 2011

Jüngere Schüler haben viel Freude an Rekorden und Superzahlen! Diesmal konnte ich endlich in der 6. Klasse die Frage nach dem umfangreichsten Zeichen beantworten: biang aus biangbiangmian (ich danke hiermit der Chinesischlehrerin meiner Tochter von Mandarin House Beijing). Schön ist, dass man auf den Unterschied Langzeichen und Kurzzeichen hinweisen kann und dass wir schon einige dieser Zeichenelemente kennen! Wie viele Striche sind’s?
biangbiangmian

Ein Zeichen-Übungsheft

Oktober 31st, 2011

Lange habe ich nichts in meinen Blog geschrieben. Aber ich war nicht untätig und habe viele neue Übungen erarbeitet. Ich hoffe, ich werde meinen Blog wieder regelmäßig bearbeiten.
Wir arbeiten in der 2. Fremdsprache mit dem Buch Gen wo xue Hanyu. Wir haben uns jedoch entschlossen, das Arbeitsbuch nicht mehr zu verwenden, die Übungen darin entsprechen nicht den Unterrichtsformen, die wir uns für den Unterricht wünschen. In der Vergangenheit haben wir unseren Schülern regelmäßig Arbeitsblätter zum Zeichen-Üben gegeben. Ich habe sowieso meine Probleme mit dem Unterrichtsmanagement und hasse diese Blätterausteilerei. Ich habe deshalb ein Zeichen-Übungsheft erstellt, das ich den Schülern für 4 Euro je Heft verkaufe. Ich stelle die pfd-Dateien hier zur Verfügung. Der Farbdruck ist bei Copyläden und Druckereien extrem teuer, ich habe die Hefte für die Schüler daher selbst auf meinem Drucker ausgedruckt (war viel Arbeit!) und dann spiralbinden lassen. Zu Beginn der Stunde schreiben die Schüler 5 Minuten Zeichen in diesem Übungsheft. Sie üben damit regelmäßig und ich habe Zeit, zu Beginn der Stunde meine Unterrichtsmaterialien zu ordnen und den Unterricht dann in Ruhe zu beginnen.
Es haben sich sicher Fehler eingeschlichen in dieses Arbeitsmaterial, qing zhijiao 请指教!
Zeichenheft Lektionen 1 – 18
Zeichenheft Lektionen 19-36

Ein kurzes Spiel für den Unterricht: Wer schlägt wen?

November 14th, 2010

Meine Kollegin Simone Müller hat mir erzählt, dass ihr die Schüler der 9. Klasse von einem Spiel berichtet haben, dass ich ihnen im der 7. Klasse im Chinesischunterricht beigebracht habe. Stimmt ja, das hatte ich ganz vergessen. Hier ist es: wer-schlaegt-wen.pdf

Schnupperkurs

November 1st, 2010

In Marbach wird Chinesisch als 2. Fremdsprache angeboten. Da den Schülern und Schülerinnen (sowie indirekt den Eltern) die Gelegenheit gegeben werden soll, Chinesisch kennenzulernen, um die Entscheidung eventuell zu vereinfachen, wird in der 5. Klasse ein Schnupperkurs angeboten (natürlich ist dieser keine Voraussetzung für die Zulassung zur 2. Fremdsprache).  Dieser Schnupperkurs darf kein Vorgriff auf den “richtigen Beginn” sein,  Chinesisch zu lernen. Ich arbeite daher mit dem Buch “Chinesisch superleicht! für Anfänger” vom DK Verlag. Das Büchlein kann man im Bücherschrank haben, auch wenn man nicht weiter Chinesisch lernt. Und natürlich nehme ich noch Zusatzblätter. Für die 1. Stunde habe ich das Thema chinesischer Drachen ausgearbeitet (im letzten Schuljahr habe ich, wie ich später gehört habe, in der 1. Stunde mit der Ansicht einer chinesischen Zeitung gleich ein paar Schüler vertrieben! Das können wir uns nicht leisten!).  Die Stunde baue ich so auf: Ich lasse die Schüler in einer kleinen Gruppe ein Fabeltier zeichnen, das Vorteile vieler anderer Tiere vereint (so wie der Drache!). Die Bilder werden aufgehängt. Dann zeige ich den Drachen mit seinen speziellen Eigenschaften und wir sprechen über die Bedeutung des Drachens, auch auf der Grundlage des Büchleins “Was du schon immer über China wissen wolltest” von Hasselblatt/Wagenbrenner (da kann man eventuell die kurzen Einträge vorlesen lassen).  Dann wird das Zeichen noch geschrieben (siehe Arbeitsblatt Seite 1 schnupperkurs-drachen.pdf ) und dazu kann man sich anhören das Lied: “Long de chuanren”. Hoffentlich eine runde Sache!

Feiertage 2011

Oktober 24th, 2010

eine Vorlage für die Overheadfolie und zwei Arbeitblätter als Partner-Übung für das Datum, zum Beispiel bei Gen wo xue hanyu, L. 21:feiertage-2011.pdf

Nachtrag: In der Datei war ein Fehler, danke an meine Kollegin Tang Yue, die mich darauf aufmerksam gemacht hat. Die Datei ist jetzt aktualisiert.

Bitte zahlen!

Oktober 24th, 2010

Für meine Schüler/innen habe ich chinesisches Spielgeld gedruckt, ausgeschnitten und zusammengeklebt nach dieser Vorlage: banknoten.pdf
Eine kleine ppt-Präsentation zum Thema Banknoten:  banknoten.ppt

Wir wünschen uns ein Spiel,

Oktober 24th, 2010

sagten meine Schüler/innen – Montag nachmittags ab 15.45 bis 18.00 Uhr nach x-Stunden Unterricht wünschen wir uns ein bisschen Vergnügen beim Lernen. Also gut: “Youxi: Spiele und Aktivitäten für den Chinesisch-Unterricht” ausgepackt, S. 38, das passt zum Unterrichtsthema Positionswörter, leicht abgewandelt: Ein Schüler macht eine Bildbeschreibung, der andere malt nach dem Verständnis, dann wird verglichen. Ja aber: Meine Schüler wissen nicht, was Wanduhr heißt und auch nicht Teppich auf Chinesisch. Wo finde ich das Glossar? Es gibt in diesem Buch keines! Sehr schade! Glücklicherweise habe ich das schweineteure “Illustrated Chinese-Englisch Dictionary” von LiveABC bei Chinabooks gekauft, macht Spaß! Ich habe dann doch noch ein eigenes Glossar erstellt zum Thema, hier: einrichtungsgegenstande.pdf.  Die erste Seite zum Pinyin eintragen als  Hörübung, dann Seite 2 alphabetisch für das Spiel und zum “mit nach Hause tragen”.

Verständnis

Oktober 24th, 2010

für meinen “Durchhänger” habe ich gespürt, die erste direkte Reaktion auf meinen Blog, herzlichen Dank. Und der Rektor unseres Gymnasiums, der hat auch Verständnis für die derzeit schwierige Lage. Er lässt aber nicht den Kopf hängen, hat sich für uns Zeit genommen und spornt uns Chinesischlehrer(innen) an, uns zu überlegen, was getan werden kann, damit die AGs weiterlaufen können. Ich bin sowieso der Meinung, auf den Rektor kommt es an, jeder AG-Lehrer sollte zum Rektor einen guten, möglichst direkten Draht pflegen…
Ich habe als Reaktion auf meinen Blog auch schon e-Mail-Post aus China bekommen (wegen liaoliao!).

Niedergeschlagen

Oktober 13th, 2010

bin ich seit Anfang des Schuljahres. Grund: In den drei Schulen, an denen ich arbeite, haben sich in diesem Jahr sehr viel weniger Schüler/innen für den Chinesischunterricht gemeldet. G8 in Baden-Württemberg, ist das der Grund? Ein Mädchen aus der 8. Klasse, das in einer AG Chinesisch lernt, findet im Stundenplan nur eine statt zwei Unterrichtsstunden für die AG: mittwochs ist noch Konfirmandenunterricht und freitags hat sie 11 Stunden Schule, da passt nicht noch eine Stunde Chinesisch rein. Für die Anfänger-Chinesisch-AG an einer meiner Schulen, die von einer Stiftung finanziert wird, müssen 20 Schüler teilnehmen, sonst wird der Kurs nicht finanziert. Trotz der Werbekampagne (auch an anderen Schulen) haben sich nur 5 Schüler/innen gemeldet. Einer Kollegin, die nachgefragt hat in der 9. Klasse, wurde gesagt, die Eltern würden jetzt empfehlen, sich auf die Schule zu konzentrieren und nichts nebenher zu machen. Wie anders klang das noch vor 5 Jahren, da gab es in Sachen Fremdsprachen eine richtige Aufbruchstimmung!

Oder liegt es doch an mir, an meiner Leistung als Lehrerin? Fehlt es mir an Schwung, an den richtigen didaktischen Mitteln, Schülern zu fördern und zu fesseln? Denn es springen ja auch viele ab, die zuerst mit Begeisterung begonnen haben. Und die, die nicht abspringen können,  z.B. in der 2. Fremdsprache? Werde ich – als Quereinsteigerin – meinen Schülern gerecht?

Nicht nur Selbstzweifel, auch die Frage, wie geht es weiter? In meiner Patchwork-Berufslaufbahn habe ich viele Wege verfolgt, eine Zeitlang konnte ich auf gut gepflasterten Straßen laufen, von denen viele jedoch mit der Zeit zu schmalen Wegen wurden und schließlich der eine oder andere zu einem Holzweg.  Sollten viele AGs einschlafen, dann braucht man auch weniger Chinesischlehrerinnen! Diesen Blog brauchte man dann eigentlich auch nicht mehr!

Noch ist es nicht so weit! Also weiterarbeiten!